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Lohnt sich das Mieten einer Kaffeemaschine fürs Büro?

Deutschland ist das Land der Kaffeetrinker. Mit einem jährlichen Verbrauch von weit über 500.000 Tonnen Kaffeebohnen, was pro Kopf etwa 150 Liter Kaffee im Jahr ausmacht, ist es einer der bedeutsamsten Kaffeeabnehmer weltweit. Und das ist auch nicht verwunderlich, kann man aus der Bohne doch alle möglichen Kaffeespezialitäten zaubern. Kaffeespezialitäten, ohne die viele Menschen morgens gar nicht erst die Motivation hätten, überhaupt aufzustehen, geschweige denn zur Arbeit zu gehen, wo oftmals nur eine Billig-Kaffeemaschine wartet, die gefühlt eine Stunde braucht, um einen heißen Kaffee zu brühen. Den Kaffee bei der Arbeit intravenös zuzuführen ist aber auch keine Lösung, wenngleich sicher schon der eine oder die andere mit dem Gedanken gespielt hat. Also was tun?

Eine Kaffeemaschine mieten!

Guten Kaffee brauen und trinken zu können, ist ein Stück Lebensqualität. Niemand möchte am frühen Morgen oder zu irgendeiner anderen Tageszeit einen bitteren und nur lauwarmen Kaffee trinken, dessen Zubereitung die Zeit einer Erdumdrehung in Anspruch nimmt. Doch wirklich gute Kaffeemaschinen oder gar Kaffeevollautomaten, die ein großes Sortiment an Kaffeezubereitungsmöglichkeiten aufbieten und für lange Zeit ihren Job tun sind meistens sehr teuer in der Anschaffung. Eine Möglichkeit, diese Anschaffungskosten zu umgehen, ist Kaffeemaschinen zu mieten. Wer eine Kaffeemaschine mietet, zieht daraus zahlreiche Vorteile. Welche Vorteile das sind und ob die Miete einer solchen Maschine auch Nachteile mit sich bringen kann, kurz: Ob sich das Mieten einer Kaffeemaschine fürs Büro lohnt, darum geht es im folgenden objektiven Artikel.

Hohe Anschaffungskosten? Kein Problem!

Kaffeemaschinen, die mehr als nur eine Sorte Kaffee zubereiten können, fangen in der Regel bei einem Preis von 300 Euro an und können bis weit über die 1000er-Marke hinausschießen. Ein Preisunterschied von mehr als 700 Euro macht sich natürlich auch bemerkbar, was die Leistung der Maschine angeht. Welche Kaffeesorten kann man auswählen? Kann man sich womöglich seine eigenen Kaffeekreationen erstellen? Können diese Kaffeekreationen unter dem eigenen Namen abgespeichert werden, sodass man morgens Zeit spart? Welche Filterelemente besitzt die Maschine, wie leicht oder aufwändig ist sie zu reinigen? Birgt der Milchtank die Gefahr, schnell zu verstopfen oder die Milch in kürzester Zeit sauer werden zu lassen? Wie groß ist der Auffangbehälter für die Kaffeebohnenreste?

Kaffeemaschine fürs Büro

Kaffeemaschine fürs Büro ©iStockphoto/DragonImages

All das und noch viel mehr ist mit ausschlaggebend dafür, wie hoch der Preis einer Kaffeemaschine anzusiedeln ist und all diese Elemente spielen auch im Büro eine nicht unwichtige Rolle, denn wer morgens erst einmal die Kaffeemaschine reinigen muss, bevor sie in Betrieb genommen werden kann oder wer als erste Arbeitsaufforderung noch vor Dienstantritt liest „Bitte den Kaffeesatzbehälter leeren“ ist schon bedient, bevor die Arbeit überhaupt erst angefangen hat. In anderen Worten: Die Anschaffung einer teuren Kaffeemaschine, die die oben stehenden Anforderungen erfüllt, lohnt sich, denn sie spart Zeit und schont die Nerven.

Eine Kaffeemaschine zu mieten hat den unschlagbaren Vorteil, dass eine 1000 Euro Kaffeemaschine sich nicht sofort in der Buchhaltung mit roten Zahlen niederschlägt. Die Kaffeemaschine kann, einmal gemietet, in monatlichen kleinen Beträgen finanziert werden. Was „kleine Beträge“ bedeutet, ist natürlich abhängig vom jeweiligen Vertrag. Unternehmen, die Kaffeemaschinen vermieten, richten sich dabei für gewöhnlich nach einem bestimmten Regelsystem: Wie viele Personen nutzen die Kaffeemaschine täglich? Wie viel Kaffee wird im Durchschnitt pro Tag getrunken? Wie schnell sollte der Kaffee fertig sein? All das sind Kriterien, an denen sich Kaffeemaschinenvermieter orientieren, um ein geeignetes Modell zu empfehlen und zu vermieten. Damit ist schon mal ein Vorteil des Mietens von Kaffeemaschinen festzuhalten: Chefs, Mitarbeiter und Angestellte bekommen auf jeden Fall die Kaffeemaschine, die zu ihnen passt!

Ebenso verschieden wie die Mitarbeiter und die Kaffeemaschinen sind dann dementsprechend auch die monatlichen Beiträge, die die Mieter zahlen. Je nach Gesamtpreis der Maschine sind die Kosten dabei zwischen 13 und 80 Euro pro Monat anzusiedeln. Über die 80 Euro hinaus gehen die wenigsten Kaffeemaschinen, allerdings können weitere Kosten für die Wartung der Geräte und ähnliches anfallen, womit der nächste Punkt ansteht.

Serviceleistungen

Mit einer Kaffeemaschine verhält es sich mittlerweile genau wie mit Smartphones: Mit dem Gerät selbst zu spielen ist zwar schön, so richtig effektiv wird es aber erst durch das Drumherum. So mieten Büros nicht nur die Kaffeemaschine an sich, sondern meistens auch ein komplettes Versicherungspaket mit dazu. Wer schon einmal morgens im Büro ankam, sich einen Kaffee zubereiten wollte und feststellen musste, dass die Maschine aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen nicht funktioniert, kennt das Gefühl, am liebsten direkt wieder nach Hause fahren zu wollen. Umso ärgerlicher ist das natürlich für den Käufer der Kaffeemaschine, noch dazu, wenn es sich um eine der teureren Sorte handelte. Reparaturkosten sind insbesondere bei teuren Geräten nicht zu unterschätzen und liegen nicht selten in einem Zahlenbereich, der eigentlich sagen würde: Kauf einfach eine neue.

Glücklich aber, wer sich dann nicht auf teure Anschaffungskosten eingelassen, sondern eine Kaffeemaschine gemietet hat, denn oftmals sind in die Vertragskonditionen Reparaturen enthalten – und zwar entweder mit einem nur kleinen Selbstkostenbeitrag oder aber gänzlich kostenlos. Ebenso mit im monatlichen Preis inbegriffen ist in aller Regel die Wartung des Geräts.

Und wenn die Maschine einfach nicht macht, was ich will?

Viel Hightech bedeutet für manche Menschen auch entsprechend viel Aufwand, um sich einzulesen, das Wesen der Kaffeemaschine zu durchdringen und damit ihr Herr zu werden. Niemand hat Lust, sich jeden Tag aufs Neue mit den zwar lobenswerten, manchmal aber auch zu kompliziert gestalteten Errungenschaften der Technik auseinanderzusetzen – egal, wie großartig der Kaffee schmecken mag. Auch dafür ist das Service-Paket rund um den Mietvertrag sinnvoll. Ergeben sich Schwierigkeiten in der Bedienung, macht die Kaffeemaschine nicht, was sie soll oder kommt man einfach nicht wirklich mit ihr zurecht, ist das Servicepersonal zu erreichen und verhilft zum unkomplizierten Kaffeegenuss.

Immer das neueste Modell

Auch hier verhält es sich wie auf dem Smartphone-Markt. Der dringende Wunsch danach, immer das neueste Modell zu haben, ist auch irgendwo verständlich, schreitet die Technik doch immer weiter fort und ermöglicht sie damit – um wieder auf die Kaffeemaschinen zu sprechen zu kommen – einen immer besseren Kaffeegeschmack. Insbesondere Technikinteressierte werden demnach immer wieder in die Versuchung geraten, eine neue Kaffeemaschine zu mieten. Und ein Mietvertrag macht auch genau das möglich. Wer die alte Maschine nicht mehr sehen kann, kann sie gegen eine andere oder eine neuere eintauschen. Wie schnell das geht, hängt wiederum von den Konditionen des jeweiligen Vertrages ab.

Wertschätzung der Mitarbeiter und Kunden

Der Schriftsteller Oscar Wilde (1854-1900) hat einmal gesagt: „Nach einem guten Kaffee verzeiht man sogar den Eltern.“ Diese Worte der Weisheit werden ihre Wirkung mit Sicherheit auch im Büro nicht verfehlen – zumal dann, wenn die nächsten Überstunden ins Haus stehen. Ob Oscar Wilde im 19. Jahrhundert wohl auch schon ahnte, wie sich die Kaffeezubereitung durch technische Innovation noch weiterentwickeln würde? Wie auch immer, an seiner Meinung würde er kaum etwas ändern und die Mitarbeiter des Unternehmens ihm voll und ganz zustimmen, ist eine gute Kaffeemaschine doch fast gleichbedeutend mit einem guten Start in den Tag. Ob am Morgen, zur Mittagszeit oder wenn dann zu späterer Stunde doch noch mehr Arbeit ansteht, als erwartet, kann ein guter Kaffee zu neuen Kräften verhelfen. Eine Eigenart, die Mitarbeiter zu schätzen wissen werden.

Doch nicht nur für die Mitarbeiter, auch für Geschäftskunden kann sich eine gepflegte und qualitativ hochwertige Kaffeemaschine als vorteilhaft erweisen. Wer bei wichtigen Geschäftsterminen einen guten Kaffee servieren kann, hat jedenfalls schon den ersten Schritt in die richtige Richtung getan.

Rosen, die Dornen haben

Bei allen Vorteilen birgt das Mieten einer Kaffeemaschine natürlich auch den ein oder anderen Nachteil. Wer sich für die Miete entscheidet, bindet sich für einen bestimmten Zeitraum an den entsprechenden Kaffeepartner und gefällt der nicht mehr, muss die Vertragslaufzeit eingehalten werden. Einige Kaffeepartner lassen sich inzwischen zwar auch auf vorzeitige Kündigungen ein, der Geldbetrag, der bis zum Ende der Vertragslaufzeit gezahlt werden müsste, muss aber dennoch auf den Tisch gelegt werden. Die Fesselung an einen Vertrag geht also einher mit einer eingeschränkten Flexibilität.

Hinzu kommt, dass durch die Miete einer Kaffeemaschine letzten Endes doch höhere Kosten entstehen können, als wenn die Maschine auf einen Schlag gekauft worden wäre. Das kann zum Beispiel durch eine lange Vertragslaufzeit zustande kommen. Kostet eine Kaffeemaschine insgesamt 500 Euro und belaufen sich die monatlichen Kosten bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten bei 50 Euro, bezahlt man für die Maschine im Endeffekt 600, statt 500 Euro. Außerdem kann es passieren, dass sich die Preise für den Kaffee signifikant ändern und eine andere Maschine im Nachhinein doch preiswerter gewesen wäre.

Fazit

Ob nun das Mieten einer Kaffeemaschine sinnvoll ist oder nicht, ist stark personenbezogen, hängt in anderen Worten also von den Bedürfnissen der Verbraucher ab. Wer großen Wert auf das immer neueste Modell, regelmäßige Wartungen und einen kostenlosen Service sowie Reparaturen legt, der ist mit einem Mietvertrag bestens beraten. Ebenso gut beraten sind diejenigen, die sich eine qualitative Kaffeemaschine nicht auf einen Schlag leisten können und sie deshalb lieber mieten. Wer sich eine solche Maschine jedoch in ihrem kompletten Anschaffungsbetrag erlauben kann, sich auch keine Gedanken darüber macht, dass sie mal kaputt gehen könnte und wer ein ausgeprägtes technisches Verständnis hat (also keinen Service in Anspruch nehmen muss), dem ist von der Miete eines solchen Automaten eher abzuraten. Am besten ist es vermutlich, vor dem Entschluss eine Umfrage im Büro zu starten – das würde nämlich den Wünschen der Mitarbeiter gerecht und kann sie vermutlich sogar zu Höchstleistungen anspornen.

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