Die Kultivierung des Kaffees
Damit die Kaffeelust weltweit befriedigt werden kann, wird der Kaffee heute in riesigen Plantagen angebaut. Gab es diese Plantagen zuerst nur in Afrika und Arabien, so verbreiteten sie sich schon bald in anderen Regionen. Auf Ceylon und Java beispielsweise geschah die erste Anpflanzung der Coffea außerhalb Afrikas und Arabiens im 17. Jahrhundert. Die Pflanzen, die dort verwendet wurden, stammten aus Arabien. Von diesen Plantagen gelangten später mehrere Pflanzen nach Europa, wo sie in botanischen Gärten gepflanzt wurden. In Amsterdam wurde schließlich der erste Kaffeebaum auf europäischem Boden herangezogen.
Der Kaffee verbreitete sich immer weiter von Surinam nach Cayenne, Martinique und Guadeloupe, bis er Ende des 18. Jahrhunderts zu den am weitesten verbreiteten Kulturpflanzen der Tropen gehörte – was zum Teil auch auf die Ausbreitung der europäischen Kolonien zurück zu führen ist.
Heute verteilt sich die Anbaufläche der Kaffeepflanzen auf rund 80 Länder, wovon aber nur ca. 50 von Bedeutung als Kaffeeproduzenten sind. War der Kaffee ursprünglich nur in Afrika zu finden, so wird er heute in den gesamten Subtropen und in den tropischen Höhenlagen angebaut.
Die Anbaugebiete sind auch ein Qualitätsmerkmal des Kaffees. Jedes Land bringt seinen eigenen, geschmacklich unterschiedlichen Kaffee hervor. Nur selten bekommen wir allerdings Kaffee aus nur einem Anbaugebiet unvermischt zu kaufen. Meist sind die Mischungen, die das Beste aus den jeweiligen Ländern vereinen, der Inhalt unserer Kaffeedosen.



